Skin Performance Parcours Bodies of Belonging

Dance, Identity and Cultural Resonance

7 Performances von 14 Performerinnen, zeigen Kurzstücke in einem geführten Rundgang durch die verschiedenen Räume des Tanzhaus Basel.

Beim Skin Performance Parcours präsentieren 14 Künstlerinnen* 7 kurze Performances (7–10 Minuten) – auf den Bühnen, Magazinen und in den rohen Zwischenräumen des Tanzhaus Basel.

Die eingeladenen Künstlerinnen* verstehen ihre Körper als Archive und Resonanzräume. Ihre Arbeiten machen Erfahrungen von Migration, Mehrfachzugehörigkeit, Widerstand und Transformation sichtbar — ebenso wie die Spannungen und Widersprüche, die daraus entstehen. Identität erscheint dabei nicht als fester Zustand, sondern als dynamischer Prozess: ein ständiges Werden zwischen kulturellen Einflüssen, Geschichten und gelebten Erfahrungen.

Ein intensiver Parcours der Sichtbarkeit, Vielfalt und Widerständigkeit.

REVER*DE SER
Amanda Romero [CH]
Die Performerinnen kommen aus unterschiedlichen Backgrounds und verweben Rhythmen mit ihren Stimmen, Körpern und Bewegungen zu Choreografien. Gemeinsam durchlaufen sie Zustände der Wut, Freude, des Schmerzes, des Feierns, der Stärke, der Verletzlichkeit und der Zärtlichkeit. Ihre kollektive Präsenz wird zu einem performativen Akt, der patriarchale Strukturen in Frage stellt und alternative Formen des Zusammenseins entwirft.
— Trio
— Performance: Lélia Brigatti, Sara Sonderegger, Amanda Romero

Terem
Mandy Behar [CH / IS]
Inspiriert vom zyklischen Vorgang des Häutens betrachtet die Performance den Körper als ein lebendiges Archiv, das Spuren vergangener Erfahrungen trägt und gleichzeitig ständig neue Möglichkeiten erschafft. «Terem» versteht Identität als einen fortwährenden Verhandlungsprozess, der durch kontinuierliche Abläufe des Verlusts, der Anpassung und der Erneuerung geprägt ist.
— Solo
— Performance: Mandy Behar

Mermaids
Emma Mösch [CH]
«Mermaids» thematisiert Nicht Binärität und sexuelle Übergriffe. Drei Mermaids begegnen sich am Grund des Ozeans und erzählen sich gegenseitig ihre persönliche Geschichte sowie ihre Erfahrungen mit männlichen Übergriffen. Der Widerstand beginnt, als die Frauen die Meerjungfrau sich aus ihrer Erstarrung befreien. Durch den Zusammenschluss der drei Wesen transformiert sich Ohnmacht in kollektive Energie und Rache und zeigen den radikalen Weg der Rückeroberung durch feministische Solidarität.
TANZHAUS BASEL
— Trio

— Choreografie und Performance: Emma Madita Mösch, Nanny Friebel und Mila Chaiyavan

Like Me
Nadika Mohn [CH]
Inspiriert von Franz Kafkas Die Verwandlung untersucht die Tänzerin Nadika Mohn, wie ein Körper unter den Augen anderer fremd, unlesbar, objektifiziert oder transformiert werden kann. Der Titel Like Me verweist sowohl auf den Wunsch, gemocht zu werden, als auch auf die Frage nach Identität: Was ist noch wie ich? Was bleibt vom Selbst, wenn der Körper durch Bilder, Erwartungen und den Blick anderer geformt wird? Wie stark wird Identität durch äussere Anerkennung geprägt?
— Solo
— Performance: Nadika Mohn

Giuiuzza
Veronica Parlagreco [IT]
«Giuiuzza» hat seinen Ursprung in den Spuren der Erinnerung an meine Herkunft in Süditalien, die still über Generationen von Frauen hinweg weitergegeben wurden. Was bleibt in uns von den Leben, Gesten und Traumata unserer Vorfahrinnen? In der Auseinandersetzung mit alltäglichen Handlungen – einem Tuch falten, einen Raum herrichten, Tag für Tag dieselben Bewegungen wiederholen –, offenbaren Gesten, das Gewicht einer geerbten Vergangenheit – der Körper wird um Archiv. Er verkörpert die Gewohnheiten, das Schweigen und den Widerstand, die Frauen bewusst oder unbewusst im Laufe der Zeit weitergegeben haben.
— Solo
— Performance: Veronica Parlagreco

Felt Relations
Simea Cavelti [CH]
«Felt Relations» ist inspiriert von Hirtenkulturen als stille Form der Resilienz. Die Choreografin Simea Cavelti spannt einen verbindenden Faden zwischen ihren Vorfahren aus Graubünden und Libanon. Ihre persönliche Herkunfts- und Familiengeschichte verwebt sich darin und fokussiert sich auf die Symbolik des Schafes, die universelle und existentielle menschliche Erfahrungen anspricht: Zugehörigkeit, Gemeinschaft, Opfer und Fürsorge.
— Trio
— Performance: Nerea Gurrutxaga Arruti, Simea Cavelti, Laure Betris Najar

  • Geführter Rundgang
  • SKIN PERFORMANCE DANCE FESTIVAL

Vorstellungen

Daten
So. 25. Okt. 2026 [16:00–18:00]
Ort
Gesamtes Areal, Tanzhaus Basel
Eintritt
CHF 15/25/35, Festivalpass: 99 CHF
Bar und Kasse öffnen 45 Minuten vor Beginn.
  • Rollstuhlgängig
  • Stroboskoplichter
  • Laute Geräusche
  • Sensible Inhalte